Elektroschocker zur Selbstverteidigung – eine gute Wahl um sich zu schützen

Elektroschocker sind die Klassiker unter den Selbstverteidigungswaffen. Sie heißen auch Elektroimpulswaffen und fügen einem Angreifer große Schmerzen durch elektrische Schläge zu.

Was ist ein Elektroschocker?

Ein Elektroschocker erzeugt eine elektrische Spannung zwischen zwei Kontakten. Die beiden Kontakte müssen dabei den Körper der zu schockenden Person berühren. Das Ziel ist, dass der elektrische Strom durch den Körper fließt und somit ein Verkrampfen der Muskulatur verursacht.

Das Verkrampfen der Muskeln hat zur Folge, dass der Angreifer unkontrolliert zittert und unter Schmerzen leidet. Nach dem Stromstoß leidet die betroffene Person an verschiedenen Symptomen:

  • über mehrere Tage anhaltende Muskelschmerzen
  • Orientierungslosigkeit
  • Schwindelgefühle
  • Rötungen oder Verbrennungen an der geschockten Stelle
  • Nervenschmerzen

Der Einsatz eines Elektroschockers in der Praxis

Der Elektroschocker ist eine Nahkampfwaffe. Das bedeutet, dass Sie zur Selbstverteidigung sehr nahe an Ihren Angreifer heran müssen, um ihn mit der Waffe zu schocken.

Das Problem: Bei einem schnellen Übergriff des Angreifers kommen Sie vielleicht nicht mit der Waffe nah genug heran. Der Angreifer könnte Sie schon packen, bevor Sie an Ihr Gerät kommen. Überdies kann er Ihnen den elektrischen Schocker aus der Hand schlagen. Es kann durchaus sein, dass Ihr Angreifer ebenfalls über eine Waffe verfügt mit der er sogar Abstand halten kann, wie beispielsweise ein Baseballschläger.

Daher ist der Schlüssel zum effektiven Nutzen des Elektroschock-Geräts die eigene Schnelligkeit. Rasches Reagieren sorgt dafür, dass Sie Ihren Angreifer umgehend außer Gefecht setzen.

Um Ihre eigene Kraft müssen Sie sich bei der Selbstverteidigung mit einem Elektroschocker keine Gedanken machen. Es reicht, den Angreifer mit den zwei Metallkontakten berühren. Daher eignet sich der Schocker besonders für körperlich schwächere Menschen.

Nicht ganz unwichtig ist die Angriffsstelle, bei er Sie beim Angreifer ansetzen. Am besten ist es Stellen zu schocken, an denen der Angreifer keine Kleidung trägt. In der Regel empfiehlt es sich, auf die Hände des Angreifers zu zielen.

Auch der Hals ist oft unbedeckt und daher ein geeignetes Ziel für den Einsatz.

Sehen Sie keine nackte Haut beim Angreifer, sind leicht bekleidete Stellen das alternative Ziel.

Abschreckende Wirkung

Der große Vorteil bei dem Einsatz eines Elektroschockers: der abschreckende Effekt. Wenn Sie sehen, dass sich jemand Ihnen zum Angriff nähert, greifen Sie sofort zum Schocker. Sobald Sie den Knopf des Schockers betätigen, sollte er aufblitzen und Geräusche von sich geben. Da sich die meisten Angreifer des Risikos bewusst sind, ist es gut möglich, dass diese von einem weiteren Angriff absieht.

Bei dem Kauf von einem Elektroschocker achten Sie darauf, dass die Leistung des Geräts bei mindestens 200.000 Volt liegt. Geräte mit einer niedrigeren Voltzahl richten bei dem Angreifer nicht viel mehr außer leichter Verwirrung an.

Beim Kauf eines Elektroschockers sind Modelle mit einer Schlaufe die bessere Wahl. Ansonsten ist die Gefahr groß, dass der Angreifer das Gerät aus der Hand reißt oder schlägt und es gegebenenfalls sogar für eigene Zwecke einsetzt.

Musste man das Gerät in Notwehr einsetzen, ist es danach ratsam, die Flucht zu ergreifen und die Polizei zu informieren.

FAQ – häufige Fragen zum Elektroschocker

Was bedeutet die Bezeichnung Taser?

Ein Taser oder auch eine Elektroschockpistole ist quasi ein Elektroschocker, den Sie über eine gewisse Distanz einsetzen können. Die zwei Metallkontakte, die ein reguläres Modell hat, werden bei diesem Gerät geschossen. Trotz des Schießens sind die Metallkontakte weiterhin über einen isolierten Draht mit dem Gerät verbunden. So können Sie einen Angreifer über eine gewisse Distanz schocken.

Der Vorteil des Tasers gegenüber dem Elektroschocker liegt in der Distanz, die der Nutzer gegenüber dem Angreifer wahren kann. Der Nutzer entgeht zumindest in der Theorie einem körperlichen Übergriff. Der Nachteil: Aufgrund der Distanz ist es notwendig, gut zu zielen und zu treffen.

Gute Taser verfügen über die Funktion zu schocken ohne das der Nutzer schießen muss. Das bedeutet, dass man eine Elektroschockpistole und einen Schocker in einem hat.

Seit dem 1. April 2008 sind der Erwerb, der Besitz und das Führen eines Tasers in Deutschland für Privatpersonen verboten. Distanz-Elektroimpulsgeräte werden seither hierzulande nur noch von speziellen Einheiten der Polizei eingesetzt.

Ist ein Elektroschocker legal?

Im Gegensatz zu Tasern sind Elektroschocker unter Einschränkungen in Deutschland erlaubt. Insbesondere muss der Schocker über eine amtliches PTB Prüfzeichen für die gesundheitliche Unbedenklichkeit verfügen. PTB steht für die Physikalisch Technische Bundesanstalt.

Modelle ohne das PTB Prüfzeichen sind generell verboten. Schon das Mitführen kann zu hohen Strafen führen.

Nur Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind, dürfen einen solchen Schocker besitzen.

Eine weitere gesetzliche Einschränkung: Elektroschocker dürfen nicht als andere Gegenstände getarnt sein. Ein Schocker, der beispielsweise als Taschenlampe getarnt ist, wäre in Deutschland illegal.

In anderen Ländern handhabt die Justiz die Legalität des Schockers unterschiedlich. In der Schweiz sind sie allgemein verboten.

In Österreich ist die Rechtslage anders als in Deutschland. Distanz-Elektroimpulsgeräte (wie Airtaser) sind in Österreich legal zu erwerben. Der Besitz ist erlaubt. Nutzt man allerdings ein spezielles Modul mit komprimiertem Stickstoff zum Schießen der Kontaktpfeile, macht das den Taser in Österreich automatisch zur „Schusswaffe“ der Kategorie D. Das Führen ist dann nur mit einem Waffenpass erlaubt.

Darf man einen Elektroschocker im Auto mitführen?

Verfügt der Schocker über das PTB Prüfungszeichen, ist es erlaubt, diesen im Auto mitzuführen.

Darf ich einen Elektroschocker zu Selbstverteidigung einsetzen?

Elektroschocker dürfen nur eingesetzt werden, wenn es für den Einsatz einen ausreichenden Grund gibt. Dazu zählt Notwehr. Kommt es zu einem Angriff, so ist es in Notwehr erlaubt, den Angreifer mit einem solchen Gerät in Selbstverteidigung zu stoppen.

Ist ein Viehtreiber ein guter Ersatz zum Elektroschocker?

Ein Viehtreiber ist quasi ein Elektroschocker, der dazu eingesetzt wird, Viehtiere in Bewegung zu versetzen. Dieses Gerät eignet sich nicht als Ersatz für einen Elektroschocker, da die Viehtreiber in der Regel über eine zu geringe Voltzahl verfügen und somit gegen Angreifer so gut wie nutzlos sind.

Wo kann ich einen Elektroschocker kaufen?

Elektroschocker mit einem PTB Prüfungszeichen können Sie in der Regel über zwei Wege kaufen. Einerseits ist es möglich, diese in einem Waffengeschäft zu kaufen. Praktisch ist hier, dass Sie direkt Fragen zu Anwendung klären und unterschiedliche Produkte kennenlernen.

Einfacher ist es, den Elektroschocker im Internet zu kaufen. In diesem Fall haben Sie eine deutlich größere Auswahl als in einem lokalen Waffengeschäft. Häufig kommt es vor, dass die Produkte im Internet günstiger sind, als die im Waffengeschäft wegen des Preisdrucks im Internet.

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